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    <title>vague.</title>
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    <language>de</language>
    <pubDate>Wed, 22 May 2013 06:59:56 GMT</pubDate>
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      <title>Freitag, 22. März 2013</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2155197/#2155352</link>
      <description>Die Begr&amp;uuml;ndung. &lt;a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11175952/ujww1i/" title="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11175952/ujww1i/"&gt;www.swr.de&lt;/a&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 22 Mar 2013 08:56:03 GMT</pubDate>
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      <title>78. unseremütterunsereväter.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2155197/</link>
      <description>Am Square L&amp;eacute;on Serpollet, dem Park, in dem ich w&amp;auml;hrend unserer zwei Wochen in Paris fast jeden Tag mit Fanny gewesen bin, stand auch eine Gedenktafel f&amp;uuml;r die mehr als 700 j&amp;uuml;dischen Kinder aus dem 18. Arrondissement, die von der Polizei des Vichy-Regimes an die deutschen Besatzer ausgeliefert und in die Vernichtungslager deportiert worden waren, 86 von ihnen hatten nicht das Alter erreicht, in dem sie eingeschult worden w&amp;auml;ren. &lt;i&gt;Lies ihre Namen, Passant&lt;/i&gt;, stand auf dem Schild, &lt;i&gt;dein Ged&amp;auml;chtnis ist die einzige Grabst&amp;auml;tte, die sie haben&lt;/i&gt;. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Rosette ALTMARTZ 5 ans - Jean-Pierre AOUIDJI 4 ans - Abel BAC 4 ans- Andr&amp;eacute; BASCH 1 an - Marie-Louise BENBOUNAN 6 ans - Bernard BENBOUNAN 3 ans - Jeanine BENBOUNAN 6 mois - Francine BENHAIM 1 an - Sarah BIALER 6 ans - Jacques BIALER 2 ans - Marcelle BIALER 4 ans - Henri BIBULA 2 ans - Alain BLUMBERG 14 jours - &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;weiter schaffte ich es nicht, ich rechnete mir aus, dass jemand, der 1942 mit 14 Tagen deportiert worden war, 2012 siebzig gewesen w&amp;auml;re, sieben und sechs Jahre j&amp;uuml;nger als meine Eltern, sehr viel j&amp;uuml;nger als Helmut Schmidt. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;img border="0" height="400" width="400" src="/static/vague/images/serpollet.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;"Wann ist die Vergangenheit vergangen?", stand auf der Titelseite der "Zeit", als ich wieder zur&amp;uuml;ck in Berlin war. F&amp;uuml;r viele schon lange.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 20 Mar 2013 09:32:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
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      <title>77.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2155193/</link>
      <description>&lt;img border="0" height="484" width="484" src="/static/vague/images/economy.jpg" /&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 20 Mar 2013 08:37:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
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      <title>76. Sugar</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2155164/</link>
      <description>Eine Frau &lt;a href="http://therumpus.net/2010/07/dear-sugar-the-rumpus-advice-column-44-how-you-get-unstuck/"&gt;schreibt&lt;/a&gt; eine Mail. Sie hat ihr Baby verloren, schreibt sie, im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft. Das ist nun ein Jahr her, aber sie kann nicht aufh&amp;ouml;ren, an ihre tote nie geborene Tochter zu denken. Heute w&amp;auml;re sie ein halbes Jahr alt, denkt sie. Oder: Jetzt w&amp;uuml;rde sie wahrscheinlich schon krabbeln. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Du musst aufh&amp;ouml;ren, daran zu denken, sagen Bekannte, die es gut meinen mit ihr, du bist doch noch jung, du kannst noch ein anderes Kind bekommen. Doch der Frau, die den Brief schreibt, ist ihre Zukunft verloren gegangen. Sie kommt kaum aus dem Bett. Sie kann die tote ungeborene Tochter nicht begraben f&amp;uuml;r ein anderes Kind, das sie m&amp;ouml;glicherweise bekommen k&amp;ouml;nnte. Es geht nicht. Sie kann mit niemandem dar&amp;uuml;ber sprechen, auch nicht mit dem Vater ihrer toten ungeborenen Tochter, sie will es ihm nicht noch schwerer machen, als er es mit ihr schon hat. Wird das irgendwann besser, fragt die Frau. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Die Frau, die der Mutter der ungeborenen toten Tochter antwortet (denn eine Mutter ist sie, ohne je eine geworden zu sein), macht ihr keine Hoffnungen. Es wird nicht besser, schreibt sie. Dein Kind ist tot, es wird tot bleiben, nichts wird dir den Schmerz nehmen k&amp;ouml;nnen, nichts und niemand, versuch' nicht, zu glauben, dass das ginge. Was die Menschen betrifft, die dir sagen, dass du zu trauern aufh&amp;ouml;ren sollst (weil sie dich m&amp;ouml;gen, weil sie deine Trauer nicht ertragen, weil sie Trauer nicht ertragen, such' &amp;nbsp;dir was aus): Sie leben auf dem Planeten Erde, du aber lebst auf einem anderen Planeten mit dem Namen &amp;#8222;Mein Baby ist tot&amp;#8220;. Zwei Planeten, ich wei&amp;szlig; es, ich habe selbst auf ein paar Planeten gelebt, die nicht die Erde waren. Sprich mit Leuten von deinem Planeten. Sie wissen, wie es dir geht, ihr werdet einander erkennen, sie werden dir zuh&amp;ouml;ren, sie werden dir deinen Schmerz nicht auszureden versuchen, du musst dich bei ihnen nicht verstellen. Sag deinem Freund, wie es dir geht, frag ihn, wie es ihm geht. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Dann erz&amp;auml;hlt die Frau der Mutter der toten nie geborenen Tochter eine lange Geschichte. Sie hat einmal, erz&amp;auml;hlt sie, als Jugendhelferin gearbeitet, M&amp;auml;dchen betreut, die in Einkaufszentren herumhingen, klauten, mit M&amp;auml;nnern schliefen, die doppelt so alt waren wie sie und ihnen nicht gut taten, milde ausgedr&amp;uuml;ckt. Es waren M&amp;auml;dchen, die gerade noch nicht in die Abgr&amp;uuml;nde gefallen waren, an deren R&amp;auml;ndern sie schon standen, aber es war zu erwarten, dass sie es fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter tun w&amp;uuml;rden. Mein Job war es, schreibt die Frau, das zu verhindern. Sie sollten bei MacDo jobben statt vor die Hunde zu gehen, so ungef&amp;auml;hr (eine Alternative, die f&amp;uuml;r Mittelschichtmenschen wahrscheinlich keine ist, aber das beweist nur, wie hochn&amp;auml;sig und dumm Mittelschichtmenschen oft sind). Irgendwann brachte ich die M&amp;auml;dchen dazu, mir von ihrem Leben zu erz&amp;auml;hlen. Es waren H&amp;ouml;llengeschichten. S&amp;auml;uferm&amp;uuml;tter mit psychotischen Sch&amp;uuml;ben, Stiefv&amp;auml;ter, die sie in der Novemberk&amp;auml;lte mit Eiswasser &amp;uuml;bergossen, Misshandlungen, Qualen, Schl&amp;auml;ge, ich konnte diese Geschichten kaum ertragen, und dabei waren es nur die Geschichten, die ich ertragen musste, nicht das, wovon die Geschichten erz&amp;auml;hlten. Eine Zeitlang rief ich bei den zust&amp;auml;ndigen Beh&amp;ouml;rden an, damit etwas unternommen wurde, irgendetwas musste doch unternommen werden. Es geschah aber nie etwas. Man h&amp;ouml;rte mir zu, man schrieb auf, was ich meldete, man tat es zu einer Akte, man heftete sie ab. Und das war's. Der Staat war zu pleite, um sich um die Lage von Gerade-noch-Kindern k&amp;uuml;mmern zu k&amp;ouml;nnen. Irgendwann, falls sie es &amp;uuml;berlebten, w&amp;uuml;rden sie alt genug sein, um abzuhauen, das war besser, f&amp;uuml;r obdachlose Kinder gab es ein gr&amp;ouml;&amp;szlig;eres Budget. So war das, erz&amp;auml;hlt die Frau der Mutter der toten nie geborenen Tochter. Also nahm ich mir eines Tages, an dem ich besonders verzweifelt war, eines der M&amp;auml;dchen, das gerade bei mir im B&amp;uuml;ro sa&amp;szlig;, und hielt ihm eine, von Hilflosigkeit, Verzweiflung, sowas wie Wut eingegebene Ansprache. Du musst das &amp;uuml;berleben, sagte ich dem M&amp;auml;dchen, du musst das durchstehen, du darfst dich davon nicht kaputtmachen lassen, du musst dich an alles Gute klammern, das du bekommen kannst, und jeden Schei&amp;szlig;, der dir begegnet, so gut wie m&amp;ouml;glich umkurven, es ist eine elende Plackerei, ich wei&amp;szlig;, und du bist dabei auf dich allein gestellt, aber anders geht es nicht, du musst da irgendwie durch, bis zu dem Zeitpunkt, an dem du wegkannst. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Dasselbe sag ich jetzt dir, sagt die Frau der Mutter des toten Babys. Es wird tot bleiben. Der Schmerz wird nicht weggehen, du kannst ihn nicht wegreden, wegfasten, wegessen, wegboxen, wegtherapieren. Du kannst ihn aber &amp;uuml;berleben, mit ihm leben zu lernen. Du kannst dir dabei von anderen helfen lassen, aber die Heilung, bei der, wie gesagt, der Schmerz nicht verschwindet, wird dein Job sein.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Das M&amp;auml;dchen &amp;uuml;brigens, dem ich damals meine Ansprache hielt, habe ich ein paar Jahre sp&amp;auml;ter zuf&amp;auml;llig wiedergetroffen, sie hat bei Taco Bells gejobbt, war kurz davor, bef&amp;ouml;rdert zu werden, wir haben uns umarmt, guck doch, was aus mir geworden ist, hat sie stolz gesagt. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;So und so &amp;auml;hnlich geht es zu in diesem Buch namens &lt;a href="http://www.cherylstrayed.com/tiny_beautiful_things_114549.htm"&gt;tiny beautiful things&lt;/a&gt;: Menschen schreiben Mails an &lt;a href="http://therumpus.net/sections/dear-sugar/"&gt;"Dear Sugar"&lt;/a&gt;, die Lebenshilfe-Kolumnistin der Literatur-Essay-AllesM&amp;ouml;gliche-Website &lt;a href="http://therumpus.net/"&gt;Rumpus&lt;/a&gt;. Eine kommt beim Schreiben nicht weiter, einer fragt sich, was das alles soll, einer kann nicht &lt;i&gt;ich liebe dich&lt;/i&gt; sagen, manche kommen nicht &amp;uuml;ber ihre Verluste, Verletzungen, Verw&amp;uuml;stungen hinweg. Sugar schreibt zur&amp;uuml;ck. Es sind sehr lange Antworten, sehr viel l&amp;auml;nger als sie von medialen Lebenshelfern &amp;uuml;blicherweise gegeben werden, sehr sehr viel l&amp;auml;nger. Dabei sagt sie oft nicht so viel zu dem, was die Menschen beschwert, die bei ihr Hilfe suchen. Ihre Antworten sind eher Erz&amp;auml;hlungen aus ihrem eigenen Leben und manchmal schlimmer als die Erz&amp;auml;hlungen, auf die sie reagiert. Manchmal ist es, als w&amp;uuml;rde man zu einem Therapeuten gehen, und der Therapeut erz&amp;auml;hlt einem, wieviel kaum ertr&amp;auml;glicher Schmerz in seinem eigenen Leben schon vorgekommen ist. Merkw&amp;uuml;rdig, dachte ich immer wieder beim Lesen, aber ein paar S&amp;auml;tze weiter: es wirkt. Es ist kein Auftrumpfen, kein &amp;Uuml;bertrumpfen, kein Ablenken, kein Kleinerreden. Es ist etwas anderes, Schmerzensbek&amp;auml;mpfung durch das Erz&amp;auml;hlen von Gleichnissen, radikale Empathie, wie es im Vorwort genannt wird. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;So m&amp;uuml;sste es sein, das Schreiben, Reden, Erz&amp;auml;hlen, dachte ich, dann w&amp;auml;re es weniger dunkel und bleiern.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Sugar, die lange anonym blieb, hei&amp;szlig;t &lt;a href="http://www.cherylstrayed.com/index.htm"&gt;Cheryl Strayed&lt;/a&gt;, sie hat einen Bestseller namens "Wild" geschrieben, die Geschichte einer langen Schmerzbek&amp;auml;mpfungswanderung, die dieser Tage auch auf &lt;a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Der-grosse-Trip-Tausend-Meilen-durch-die-Wildnis-zu-mir-selbst/Cheryl-Strayed/e328113.rhd"&gt;deutsch erschienen ist&lt;/a&gt;, ich habe sie nicht gelesen, aber wahrscheinlich wird sie gut sein.]&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 20 Mar 2013 00:40:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
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      <title>Dienstag, 19. März 2013</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2154941/#2155074</link>
      <description>Mittlerweile kann sie das ja, was ich schildere, ist alles im August letzten Jahres geschehen. Wahrscheinlich hat sie es nicht einmal bemerkt, dass sie ihren Namen pl&amp;ouml;tzlich richtig aussprechen konnte, mit einem Anfangs-F, es gab davor &amp;uuml;brigens noch eine Hanni-Phase. Ich glaube, ihr ist nie aufgefallen, dass sie den Namen falsch ausgesprochen hat, Kinder h&amp;ouml;ren Signifikanten oft lange, bevor sie sie selbst reproduzieren k&amp;ouml;nnen. Vor drei&amp;szlig;ig Jahren oder so habe ich im Linguistikseminar einmal einen Film &amp;uuml;ber kindlichen Spracherwerb gesehen, ein Wissenschaftler zeigte einem kleinen Kind das Bild eines Fisches und fragte, was das sei. Das Kind sagte: "A fis" (es handelte sich um einen amerikanischen Film), der Wissenschaftler fragte: "A fis?", das Kind lachte und sagte: "No, a fis!", der Wissenschaftler sagte: "A fish" (also mit sch-Laut), das Kind sagte: "Yes, a fis!" Ich wei&amp;szlig; nicht, ab wann es beginnt, dass ein Kind besondere Tage empfinden kann, ich wundere mich oft dar&amp;uuml;ber, dass es ganz pl&amp;ouml;tzlich neue Dinge kann, ohne dar&amp;uuml;ber verwundert oder begeistert zu sein (wie wir es nat&amp;uuml;rlich st&amp;auml;ndig sind).&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 19 Mar 2013 09:08:34 GMT</pubDate>
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      <title>75. Vati-Shooter.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2155069/</link>
      <description>Sie erleben den Zweiten Weltkrieg so unmittelbar wie in keinem TV-Film zuvor. Sie setzen sich aus freien St&amp;uuml;cken intensiven Angsterlebnissen aus. Sie sind dabei, wenn die Innerlichkeitspanzer nicht stand halten. Sie folgen Ihrem Vater in eine endlose, grausame und sinnlose Vernichtungsschlacht. Sie sind noch nie so unmittelbar in den Nationalsozialismus eingestiegen. Sie treiben viereinhalb Stunden lang weitgehend ohne emotionale Ausruhinseln durch die Geschichte. Sie lernen Vielschichtigkeit und Zerrissenheit kennen, jene Zwischenwelten, die eisige Achtundsechziger ihren Eltern nicht zugestehen mochten. Sie sehen zu, wie Mama und Papa, Oma und Opa Teil eines verbrecherischen Systems wurden, Menschen erschossen, sich von Literaturfreunden in eine T&amp;ouml;tungsmaschine verwandelten und sich von einem Gestapo-Mann v&amp;ouml;geln lie&amp;szlig;en. Sie stellen sich unausweichlich gewordene schmerzhafte Fragen. Sie begegnen Ihrem Vater auf Augenh&amp;ouml;he in den Sch&amp;uuml;tzengraben von Stalingrad. Sie begreifen, dass der Verlust von Anstand und Ehre so schlimm ist wie der Tod. Sie machen vielleicht die Erfahrung, wie es ist, wenn Tote ins Leben zur&amp;uuml;ckkehren. Sie erkennen, was Ihre Gro&amp;szlig;eltern so sprachlos hat werden lassen.  Sie sehen, wie 50.000 Platzpatronen und 200 kg Schie&amp;szlig;pulver verballert werden. Sie fragen sich: Wer w&amp;auml;ren Sie selbst in diesem Film gewesen? Sie scheuen die Verst&amp;ouml;rung nicht, dass die T&amp;auml;ter ganz gew&amp;ouml;hnliche M&amp;auml;nner und Frauen waren und als solche auch zur&amp;uuml;ckkehrten in ihre Familien. Sie entwickeln unweigerlich eine tiefe Liebe zu diesen Figuren in ihrer verzweifelten Unzul&amp;auml;nglichkeit. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Quellen: [&lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/unsere-muetter-unsere-vaeter-im-schnellcheck-a-889183.html"&gt;1&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.fr-online.de/medien/-unsere-muetter--unsere-vaeter--im-zdf-auf-augenhoehe-im-schuetzengraben,1473342,22124954.html"&gt;2&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.welt.de/kultur/medien/article114472709/So-brutal-sah-man-den-Krieg-im-Fernsehen-noch-nie.html"&gt;3&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.morgenpost.de/meinung/article114525121/Unsere-Muetter-unsere-Vaeter-stellt-die-wichtigen-Fragen.html"&gt;4&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/zdf-dreiteiler-unsere-muetter-unsere-vaeter-protokoll-einer-verrohung/7939936.html"&gt;5&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.zdf.de/Unsere-M%C3%BCtter-unsere-V%C3%A4ter/Wer-waren-die-die-damals-in-den-Krieg-zogen-26995184.html"&gt;6&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/zdf-weltkriegs-epos-unsere-vaeter-unsere-muetter-a-886932.html"&gt;7&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.welt.de/kultur/article114516194/Wie-der-Zweite-Weltkrieg-wirklich-war.html"&gt;8&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/unsere-muetter-unsere-vaeter/unsere-muetter-unsere-vaeter-im-zdf-die-geschichte-deutscher-albtraeume-12115192.html"&gt;9&lt;/a&gt;&amp;#8;] [&lt;a href="http://meedia.de/fernsehen/10-fakten-zu-unsere-muetter-unsere-vaeter/2013/03/15.html"&gt;10&lt;/a&gt;&amp;#8;]&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 19 Mar 2013 08:25:40 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
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    <item>
      <title>Montag, 18. März 2013</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2154941/#2155030</link>
      <description>danke. frage mich gerade ob der tag, an dem sie ihren eigenen namen richtig aussprechen kann, wohl ein besonderer tag f&amp;uuml;r sie sein wird. oder ob sie das gar nicht merken wird.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2013 22:42:49 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>alex63</dc:creator>
      <dc:date>2013-03-18T22:42:49Z</dc:date>
    </item>
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      <title>73. So letzter Sommer.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2154941/</link>
      <description>Zwei Wochen Paris, fast nur auf Spielpl&amp;auml;tzen gewesen. Ein paar in der N&amp;auml;he unserer Urlaubswohnung hatte ich als Lesezeichen auf der Google Map meines iPhones gespeichert, dankbar, dass man Spielpl&amp;auml;tze per Navigationssystem ansteuern kann, obwohl es mich wieder und wieder mit dem Kinderwagen in die Steilwandtreppen zum Sacre Coeur hoch schicken wollte. Als mir die Umgehungsschleifen zu lange wurden (die Autofahrerroute, wie ich sp&amp;auml;ter bemerkte), nahm ich f&amp;uuml;r das allerletzte St&amp;uuml;ck doch noch die Stufen, ein paar hundert, kam mir vor, das Kind in seinem Wagen wie in einer Art S&amp;auml;nfte vor mir hertragend. Die anderen Montmartre-Touristen trotteten durch die Kirche, die zur &lt;i&gt;Abb&amp;uuml;&amp;szlig;ung der Verbrechen der Kommunarden&lt;/i&gt; errichtet worden war, ich patschte im fast leeren Parc de la Turlure an der R&amp;uuml;ckseite von Sacre Coeur auf den Knopf eines Wasserspenders. Nochmal, nochmal, nochmal, nochmal, nochmal, nochmal, sagte Fanny, nochmal, nochmal, nochmal. Je mehr sie mich scheuchte, desto schwerer wurde mir die Verg&amp;auml;nglichkeit, es war der letzte Sommer, ahnte ich, in dem sie das tat. Ein paar Tage sp&amp;auml;ter z&amp;uuml;ndete ich doch noch in der Kirche Kerzen an, zwei gro&amp;szlig;e f&amp;uuml;r je zehn Euro, f&amp;uuml;nf kleine f&amp;uuml;r zwei Euro das St&amp;uuml;ck, fl&amp;uuml;sterte W&amp;uuml;nsche, die keinen etwas angehen, und dass endlich die Kommune anbreche, nicht nur in Paris. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich bin so gl&amp;uuml;cklich gewesen in diesen zwei Wochen. Ich sa&amp;szlig; auf Spielplatzb&amp;auml;nken und in Sandk&amp;auml;sten und sah zu, dass Fanny nichts passierte. Ich half ihr Rutschen hoch und applaudierte, wenn sie unten ankam, ich hielt mich bereit, sie aufzufangen, falls sie von der Schaukel fiele, wackeln, sagte sie, wackeln, nochmal. Ich setzte sie in Karussellkutschen, winkte ihr bei jeder Runde zu, nochmal, sagte sie, nochmal. Ich setzte sie bei Monoprix in den Einkaufswagen und &amp;uuml;berreichte ihr feierlich den K&amp;auml;se, die Nudeln, die Entenrillettes, damit sie alles hinter sich in den Wagen legen konnte, danke, sagte ich und sie lachte. Ich ging mit ihr zum B&amp;auml;cker an der Ecke, jeden Morgen bekam sie eine Chouquette geschenkt, &lt;i&gt;dake&lt;/i&gt;, sagte sie. Ich lag mit ihr im Bett, Trotro, sagte sie, dann sahen wir uns auf meinem Ipad Trotro-Folgen an, sie kannte sie alle so gut, dass sie wusste, was gleich geschehen w&amp;uuml;rde. Aua, sagte sie ein paar Augenblicke, ehe das Fahrrad Trotros zerbrach, Papa, sagte sie, und ein paar Sekunden sp&amp;auml;ter kam Trotros Vater mit Blumen nach Hause, Nana, sagte sie, schon sa&amp;szlig; Nana im Sandkasten, und Trotro, der ein wenig verliebt ist, tanzte f&amp;uuml;r sie. Manchmal spielte sie nach, was sie sah. Dann warf sie den Puppenwagen Louises um, des M&amp;auml;dchens, deren Spielzeug sie f&amp;uuml;r zwei Wochen &amp;uuml;bernommen hatte, und sich selbst neben ihn auf den Boden - der Fahrradunfall, den sie gerade gesehen hatte.  Oder sie tanzte, wie Trotro vor Nana tanzte, drehte sich und lie&amp;szlig; sich fallen, so wie Trotro vor Nana in den Sand fiel, weil er, um sie zu beeindrucken, die T&amp;auml;nze, die sein Papa und seine Mama ihm beigebracht hatten, zu einem einzigen kombinierte, nicht mit dem Schwindel rechnend, der ihn dabei &amp;uuml;berkam. Sie versteht jetzt Geschichten, dachte ich, und wie jedes Mal, wenn ich bemerke, dass sie pl&amp;ouml;tzlich etwas Neues kann, ohne dass es ihr jemand beigebracht h&amp;auml;tte, tat mir mein Gl&amp;uuml;cklichsein fast weh, ein Schmerz, von dem ich mir oft einrede, dass ich ihn nicht verstehe, obwohl ich wei&amp;szlig;, wo er herkommt; ein Kind zu lieben, verlangt, es so weit zu bringen, dass es einen irgendwann verlassen kann. Aber das wird zu sentimental jetzt. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Abends sa&amp;szlig;en wir zusammen und a&amp;szlig;en frische Baguette, K&amp;auml;se, wei&amp;szlig;e Pfirsiche, auf dem Eurosportplayer liefen die Olympischen Spiele mit franz&amp;ouml;sischem Kommentar, dann legte ich mich zu ihr ins Bett, bis sie einschlief. Ich erz&amp;auml;hlte ihr Geschichten, &lt;i&gt;Arm&lt;/i&gt;, sagte sie, weil sie in meinen Arm wollte, manchmal begann sie noch zu reden, Erz&amp;auml;hlungen zusammengesetzt aus den vielleicht 60, 80, 100 W&amp;ouml;rtern, die sie jetzt kennt, Anni Rutsche, sagte sie, weil sie das &lt;i&gt;F&lt;/i&gt; in ihrem Namen noch nicht aussprechen kann, oder Hops Hops. Ich h&amp;ouml;rte ihrem Atmen und den Ger&amp;auml;uschen zu, die sie beim Trinken machte, dann war sie weg. Wenn ich eine halbe Stunde sp&amp;auml;ter nach ihr sah, hatte sie sich meistens um 90 Grad gedreht, manchmal h&amp;ouml;rten wir im Nebenzimmer, wie sie tr&amp;auml;umte, B&amp;auml;r, sagte sie, oder sie lachte im Schlaf.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Jeden Tag sah ich im Internet nach, ob sich Assad sich noch hielt und ob sie beschlossen hatten, Griechenland endg&amp;uuml;ltig fertig zu machen (als erstes w&amp;uuml;rden sie die Grenzen absperren, bildete ich mir ein). Es tat sich nicht viel, auch die Politiker waren in den Ferien. So dringend waren ihre Gesch&amp;auml;fte auch wieder nicht, als dass sie sich nicht ein wenig Zeit zum Durchschnaufen nehmen konnten, sie w&amp;uuml;rden es im Winter machen, sagte ich mir.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Doch in Wahrheit dachte ich nicht mehr sehr oft dar&amp;uuml;ber nach,&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;es war wie immer, wenn sie lange genug &amp;uuml;ber die Punkte auf ihren To-Do-Listen geredet hatten, Griechenland, Syrien, Vorh&amp;auml;ute, fiel mir auf, wie v&amp;ouml;llig egal es war, was ich dachte, ob ich &amp;uuml;berhaupt etwas dachte,&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;eine Art moralischer Erm&amp;uuml;dungsbruch,&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;vielleicht war es ihre Taktik, einen so lange zu beschallen, bis man nicht mehr konnte, und das war der Punkt, an dem sie loslegen konnten, weil man schon l&amp;auml;ngst alle Dagegenseingef&amp;uuml;hle verbraucht hatte. Macht doch euren Kram, wenn er euch so wichtig ist, dachte man, vielleicht gebt ihr dann endlich Ruhe.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ohnehin hielt das Kind uns in Trab, wollte rutschen statt mit Louises Spielzeug zu spielen, w&amp;auml;hrend ich mit dem Laptop auf dem Scho&amp;szlig; daneben sa&amp;szlig; und irgendwelche S&amp;ouml;der-Meldungen las. Rutsche, sagte sie, Rutsche, Rutsche. Ich packte meine Tasche, setzte sie in den Buggy und fuhr sie zum Square L&amp;eacute;on Serpollet, wo es einen Spielplatz auf zwei Ebenen gab, dazwischen lag ein Garten mit Kr&amp;auml;utern, Lavendel, Disteln, struppige s&amp;uuml;dfranz&amp;ouml;sische Vegetation, erst in diesem Sommer habe ich durch das Kind bemerkt, wie viele solcher Lehr-G&amp;auml;rten es in Paris gibt, neben dem Le Bal wuchsen sogar wilde Himbeeren. Jenseits der Umz&amp;auml;unungen lag eine Stadt, von der ich kaum etwas mitbekam, am ehesten noch den Rhythmus von Parisern, die Kinder hatten und im Sommer nicht ans Meer gefahren waren. Abends um sechs, halb sieben kamen V&amp;auml;ter von der Arbeit, mit Baguettes unterm Arm, die sie f&amp;uuml;r das Abendessen gekauft hatten, spielten noch eine halbe Stunde, Stunde mit den Kindern, ehe alle nach Hause abzogen. Tags&amp;uuml;ber fast nur Frauen, viele Nannies, manchmal M&amp;uuml;tter von Gro&amp;szlig;familien, Immigrantinnen aus dem Maghreb mit vier, f&amp;uuml;nf, sechs Kindern, lachende Pulks, T&amp;uuml;ten voller Sandf&amp;ouml;rmchen, unfassbar sch&amp;ouml;ne Gew&amp;auml;nder. Sonst hatte ich nicht genug davon bekommen k&amp;ouml;nnen, stundenlang durch die Stadt zu gehen, war oft nachts noch losgezogen, ohne Ziel, bis ich nicht mehr konnte; jetzt tat ich kaum etwas anderes, als das Kind zu beh&amp;uuml;ten.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Nicht aufh&amp;ouml;ren, dachte ich idiotischerweise, es war ja absehbar, wie bald es wieder aufh&amp;ouml;ren w&amp;uuml;rde, sah uns schon wieder in Berlin mit Wintergesichtern, ein halbes Jahr Depression, mit einem Kind noch schwerer ertr&amp;auml;glich, sie hatten oft genug erz&amp;auml;hlt, wie schwer es ihnen im Winter fiel, die Kinder bei Laune zu halten, wurden immer wilder, gingen aufeinander los vor lauter Langeweile, sie kamen kaum an dagegen, die Gro&amp;szlig;en gegen die Kleinen, die sich nicht wehren konnten, im Weg standen, umgeschmissen wurden, Pl&amp;auml;ne, die Kita so umzubauen, dass eine Art Pufferraum zwischen den Sechsj&amp;auml;hrigen und den Zweij&amp;auml;hrigen lag, bis endlich wieder die Sonne schien und alle wieder hinauskonnten, ein Pulk lachender Kinder,&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;mochte, wie sie in Paris Kinder zu m&amp;ouml;gen schienen, nichts Besonderes, nur dass jedes Mal, wenn wir mit dem Kind unterwegs waren, jemand es anl&amp;auml;chelte, beflirtete, gr&amp;uuml;&amp;szlig;te, gleich am ersten Tag hatten sich im Treppenhaus die Nachbarn begeistert, wie hei&amp;szlig;t du denn, &lt;i&gt;Fanny&lt;/i&gt; sagte ich, ah! Fanny, sagte die alte Dame, ich bin Fran&amp;ccedil;oise und das ist Cem, wann hatte sich in Berlin je jemand beim Kind namentlich vorgestellt? So ging das zwei Wochen, &amp;#8;und ich verga&amp;szlig;, wie in Berlin immer zwei, drei dabei waren, die ihre Genervtheit signalisierten, Augenrollen, Lippenspannung, Mikrobewegungen, die man dennoch nie &amp;uuml;bersah, wenn man mit dem Kinderwagen in ein Restaurant kam, Pr&amp;auml;ventivbel&amp;auml;stigtheit, weil das Kind weinen k&amp;ouml;nnte, es gen&amp;uuml;gte, dass zwei, drei das machten, damit man sich unerw&amp;uuml;nscht vorkam. In Paris kein einziger, nicht einmal in den Bussen, ber&amp;uuml;hrten das Kind, ein Betrunkener, der eben noch zeternd hinter seiner Frau hergelaufen war, blieb stehen, lachte und malte ihr mit seinen Fingern etwas auf den Kopf, ein Kreuz, einen Stern, irgendein Schutzzeichen, in der Mont Cenis ein alter Vietnamese, der in die Tasche griff und ein Bonbon f&amp;uuml;r sie hervorzog und ihr auf der flachen Hand pr&amp;auml;sentierte. Wenn du ein alter Mann bist, schwor ich mir, hast du immer Bonbons f&amp;uuml;r die Kinder dabei. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;In der Wohnung ein Buch &amp;uuml;ber Kindererziehung, ich las mich in das Kapitel &amp;uuml;ber Zweij&amp;auml;hrige hinein, "wenn Sie sich dabei beobachten, Ihrem Kind zu h&amp;auml;ufig zu sagen, dass etwas schmutzig ist, sollten Sie sich pr&amp;uuml;fen, ob Sie von einem Reinlichkeitszwang befallen sind", ein Abschnitt &amp;uuml;ber Einschlafschwierigkeiten, Sie m&amp;uuml;ssen jetzt mit einigen &amp;Auml;ngsten rechnen, mit &lt;i&gt;cauchemars&lt;/i&gt;, mit der Angst vor dem Verlust der Freunde, mit &lt;i&gt;peur du noir&lt;/i&gt;, Angst vor der Dunkelheit.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Sofort Erleichterung, wie immer, wenn ich den Eindruck hatte, dass jemand Kinder  beschreiben, erz&amp;auml;hlen, verstehen wollte, statt einem zu sagen, wie man sie formen und f&amp;uuml;rs Leben fit machen k&amp;ouml;nne; der merkw&amp;uuml;rdige Umstand, der mir irgendwann aufgefallen war,  dass wahrscheinlich die H&amp;auml;lfte aller B&amp;uuml;cher f&amp;uuml;r kleine Kinder auf die eine oder andere Weise vom Einschlafen und Nichteinschlafenk&amp;ouml;nnen handelt, als w&amp;auml;re das Wichtigste an ihnen, dass sie einschlafen, sich beim Einschlafen nicht allzuviel Zeit lassen, durchschlafen, die st&amp;auml;ndigen Hinweise, wie wichtig es sei, Rituale und Rhythmen zu schaffen, F&amp;uuml;tterungsstunden, Kuschelminuten, gleichbleibende Abl&amp;auml;ufe, an denen sie erkennen k&amp;ouml;nnten, dass es nun aber wirklich Zeit f&amp;uuml;r sie sei, Programmierung von Tagesabl&amp;auml;ufen, "Schl&amp;auml;ft es schon durch?"-Fragen, die irgendwann eingesetzt hatten, r&amp;auml;tselhaft, warum das so wichtig war.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Geschichte der Erziehungsobsessionen. Sauberkeit. Durchschlafen. Synapsenbildung. Solangewiem&amp;ouml;glich-Kindheit. Irreparable-Gehirnsch&amp;auml;den-Vermeidung. Pers&amp;ouml;nlichkeit. Fluortabletten. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrombek&amp;auml;mpfung. &amp;amp;tc.]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[&amp;#8230; sich nicht daran erinnern k&amp;ouml;nnen, welcher Kleinkindgeneration man selbst angeh&amp;ouml;rte&amp;#8230;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[&amp;#8230;Geschichte der Wahrnehmungsst&amp;ouml;rungen von Erwachsenen, Kinder betreffend&amp;#8230;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[erwachsen werden: lernen, ein Langeweiler zu werden]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Stillsitzenlernen]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Stilllebenlernen]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[dieser Schmerz jetzt, mitten im Gl&amp;uuml;cklichsein. Mag nicht, dass du gr&amp;ouml;&amp;szlig;er wirst. Mag nicht, dass du auf diese Weise gr&amp;ouml;&amp;szlig;er werden musst wie die Gro&amp;szlig;en, ich inklusive, sich das Gro&amp;szlig;sein ausgedacht haben.]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[die Rutschen, die es in Paris nicht gab:&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;img border="0" height="484" width="484" src="/static/vague/images/rutsche.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;von denen man ganz zum Schluss ein St&amp;uuml;ck fallen, sich den Hinterkopf anschlagen kann, falls man nicht rechtzeitig die Beine ausf&amp;auml;hrt ("genau diesen &lt;i&gt;Bewegungsablauf&lt;/i&gt; sollen sie lernen"); auf den Beinen statt auf dem Hintern landen; eine Zweij&amp;auml;hrige soll da auch noch nicht hinauf; versuchte mir, den Designer dieser Rutschen vorzustellen, an dem Punkt, an dem er der Rutsche noch einen rechten Winkel gibt statt sie sanft in den Sand auslaufen zu lassen, es muss diesen Punkt ja geben, an dem er so eine Gestaltungs-Entscheidung trifft: jetzt baue ich noch einen Abgrund&amp;#8230;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[&lt;a href="http://www.baunormenlexikon.de/Normen/DIN/DIN%20EN%201176-1/d7a1cb0c-745c-48eb-b94a-0ddd9d7d58cd"&gt;DIN DIN EN 1176-1 &lt;br /&gt;&amp;#10;bis 1176-7&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[&lt;a href="http://www.architekturfuerkinder.ch/"&gt;Geschichte des Spielplatzes&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Ger&amp;auml;te, die nur einen einzigen Gebrauch zulassen wollen, &amp;amp; wie Kinder sich sofort weitere Verwendungen ausdachten, sobald sie verstanden hatten, was das Ger&amp;auml;t und die Erwachsenen, die es gestaltet und gebaut hatten, von ihnen wollten: die Rutsche hoch, vor dem Rutschen einen Ball hinunterrollen lassen, nach dem Rutschen applaudieren, sich nach dem Rutschen in den Sand werfen und &lt;i&gt;aua&lt;/i&gt; sagen, Ad-Hoc-Maschinen, die sie immer wieder bauen, st&amp;auml;ndig neue Choreografien; die Erwachsenen, die ihnen dabei zusehen und nicht wissen, ob sie blo&amp;szlig; zusehen oder eingreifen sollen, "eine Rutsche ist zum Rutschen da", "das andere M&amp;auml;dchen will auch rutschen"; auf dem Eurosportplayer dagegen, auf dem die Olympischen Spiele liefen: lauter Menschen, die den einen einzigen Bewegungsablauf raus hatten, K&amp;ouml;rper, die an ihn angepasst, f&amp;uuml;r ihn optimiert worden waren; der irre Moment meiner Kindheit, in dem es pl&amp;ouml;tzlich den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fosbury-Flop"&gt;Fosbury-Flop&lt;/a&gt; gab, die Aufregung damals, &lt;i&gt;das geht?&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;ist das erlaubt?&lt;/i&gt;; wahrscheinlich sind deswegen die Paralympics so viel besser als die Olympics: lauter Menschen mit unterschiedlichen Tricks statt alle mit demselben. Manchmal Gedankenexperimente, wie die Welt w&amp;auml;re, wenn von Kinder-Bewusstsein mehr &amp;uuml;brig bliebe: Hundertmeter-L&amp;auml;ufer, die zu tanzen beginnen, stehenbleiben und sich umsehen, zu krabbeln versuchen, gleich noch einmal rennen wollen; &lt;i&gt;das geht doch nicht&lt;/i&gt;&amp;#8230;  ]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[&amp;#8230; meine Begeisterungen noch immer, wenn ich Kindern zusehe: wie gro&amp;szlig; ist das denn alles!, die Augenblicke immer wieder, in denen ich denke, wie gro&amp;szlig;artig sie sind, alle paar Tage ein neuer Trick, eine neue Methode, neue Lust, Wortschatzexplosionen, Charakter, "wie von selbst"; &amp;amp; wie blind es ist, Kleinkinder als langweilig abzutun, wir: die den ganzen Tag, jeden Tag dasselbe tun, reden, denken, empfinden;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;["Das kann doch jedes Kind". &amp;#8211; Aber ich nicht mehr.]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;img border="0" height="363" width="484" src="/static/vague/images/zaehne.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Dieses be&amp;auml;ngstigende Foto gesehen, Sch&amp;auml;del eines Kindes, ging herum im Internet, sagte zu Okka: schau dir das an, so sieht es auch bei Fanny aus, und sie ohgottohgottohgottete, will so etwas gar nicht sehen, weil ich es mir dann vorstellen muss, ihr Empathiemitleiden immer, w&amp;auml;hrend ich mir das immer so genau wie m&amp;ouml;glich vorstellen muss, meine Art von Empathie: alles &lt;i&gt;wissen&lt;/i&gt; zu wollen; und dann umzurechnen in meine Erwachsenenwelt, die Versuche, mir vorzustellen, wie es &lt;i&gt;mir&lt;/i&gt; ginge, wenn ich in einer Welt lebte, in der man mit mir so umginge wie Erwachsene mit Kindern umgehen, "wie das wohl auf Kinder wirkt?", vielleicht deswegen immer wieder diese Erleichterung, wenn ich das Gef&amp;uuml;hl habe, dass jemand versucht, Kinder zu verstehen ("wie ginge es Ihnen, wenn Sie monatelang auf dem R&amp;uuml;cken liegend herumgefahren w&amp;uuml;rden und nur den Himmel sehen k&amp;ouml;nnten und Gesichter, die sich &amp;uuml;ber Sie beugen?")]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[aber was hei&amp;szlig;t es, "ein Kind zu verstehen"?]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[&amp;#8230; wenn sie doch nur erz&amp;auml;hlen k&amp;ouml;nnte&amp;#8230;]&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;i&gt;[abgebrochen]&lt;/i&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2013 09:11:03 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
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      <title>74. Drons.</title>
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      <description>Ich habe sogar noch die Drons live gesehen.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ach.&lt;br /&gt;&amp;#10;2015 war das. In diesem Club in Berlin, einer dieser Zwischennutzungsl&amp;auml;den.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Es war eine be&amp;auml;ngstigende Erfahrung.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Eine Frau hatte eine Panikattacke.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Die H&amp;auml;lfte der Leute setzte sich auf den Boden. Aus Angst, getroffen zu werden.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich auch.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Was halten sie von den Leuten, die stehen geblieben sind?&lt;br /&gt;&amp;#10;Keta vielleicht. Oder was anderes, bei dem einem alles egal wird.&lt;br /&gt;&amp;#10;Warum haben Sie das gemacht?&lt;br /&gt;&amp;#10;Weil es geil war. &lt;br /&gt;&amp;#10;Na ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Fanden Sie nicht?&lt;br /&gt;&amp;#10;Wie gesagt: Es war be&amp;auml;ngstigend.&lt;br /&gt;&amp;#10;Es war vor allem richtig.&lt;br /&gt;&amp;#10;Verstehe ich nicht.&lt;br /&gt;&amp;#10;Macht auch nichts.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich w&amp;uuml;rde es aber gerne verstehen.&lt;br /&gt;&amp;#10;Wir wollten das Drohnenthema bearbeiten. Das lag in der Luft damals. Warum grinsen Sie?&lt;br /&gt;&amp;#10;Wegen der Formulierung.&lt;br /&gt;&amp;#10;Sorry, ist mir nicht aufgefallen. Ickser hat diese Ultraleicht-Lautsprecher gefunden. Ich wei&amp;szlig; immer noch nicht, wie diese Typen es geschafft haben, dass aus so kleinen Lautsprechern so viel Lautst&amp;auml;rke kommt. Irgendwann hat er einen von diesen Lautsprechern auf einen Modellhubschrauber geklebt. So hat das angefangen.&lt;br /&gt;&amp;#10;Bei diesem Konzert war es so, als wollten Sie das Publikum attackieren.&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;Wollten Sie?&lt;br /&gt;&amp;#10;Ja.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;i&gt;[aufgewacht.]&lt;/i&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2013 09:41:13 GMT</pubDate>
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      <title>72. ...mus, muhus, muhus!</title>
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      <description>&lt;iframe width="484" height="363" src="http://www.youtube.com/embed/nn2zlGfoHmw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 29 Jul 2012 23:10:00 GMT</pubDate>
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      <title>Links</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2131521/</link>
      <description>Hier werden irgendwann mal Links zu Websites stehen, die ich mag. Jetzt noch nicht. Bin noch nicht dazu gekommen, sorry dass ich Sie in die Irre gef&amp;uuml;hrt habe.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 29 Jul 2012 08:03:10 GMT</pubDate>
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      <title>Über Vague.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2131522/</link>
      <description>Vague hei&amp;szlig;t so, weil: 1. Referenz an ein kleines britisches Fanzine, das so hie&amp;szlig; [&lt;a href="http://anticopyright.pleintekst.nl/"&gt;hier&lt;/a&gt; steht ein wenig]; 2. Referenz an ein gro&amp;szlig;es franz&amp;ouml;sisches Mode-Fanzine; 3. Referenz an, wie soll man sagen?, ein Gef&amp;uuml;hl, eine Haltung, so etwas in der Art, wollte mal ein Theaterst&amp;uuml;ck &amp;uuml;ber Kurzsichtigkeit schreiben, keine Ahnung, ist so eine Art Marotte.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vague l&amp;auml;uft: auf &lt;a href="http://antville.org"&gt;Antville&lt;/a&gt;, sehr sch&amp;ouml;ne Open-Source-Weblog-Software, die sehr anpassungsf&amp;auml;hig ist, gro&amp;szlig;artige Entwickler, angenehme Community.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vague ist: ein Weblog auf recht altmodische Art, also Kraut und R&amp;uuml;ben statt monothematisch, keine militanten Versuche, Ego-Marketing und Pers&amp;ouml;nlichkeits-Branding zu betreiben, nicht besonders interessiert an Erfolg, Einfluss, Weltherrschaft, bisschen &amp;auml;ngstlich vor Formatierungs(selbst)zw&amp;auml;ngen, gleichg&amp;uuml;ltig gegen&amp;uuml;ber Gesch&amp;auml;ftsmodellen und Monetarisierungsfantasien, immer l&amp;auml;nger werdender Text zu allem m&amp;ouml;glichen halt.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Was in Vague nicht vorkommt: Alles, was mit meinen journalistischen Aktivit&amp;auml;ten zu tun hat. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vague sammelt keine User-Daten ein. Ich habe eine Referrerliste, die mir sagt, von welchen Links in den jeweils letzten 24 Stunden LeserInnen kommen und eine Liste, die mir sagt, welche 25 Beitr&amp;auml;ge am meisten gelesen wurden, mehr wei&amp;szlig; ich nicht.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vague verzichtet auf Sharing-Buttons. Geht ja mit Bookmarklets auch so. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vague mag Kommentare gerne. Um kommentieren zu k&amp;ouml;nnen, m&amp;uuml;ssen Sie als User bei antville.org registriert sein, die Anmeldung gilt dann f&amp;uuml;r alle Weblogs auf antville.org. Ich selbst wei&amp;szlig; von Ihnen nicht mehr als Ihren Username und kann Ihnen &amp;uuml;ber antville.org Mails schicken lassen (ohne dass ich Ihre Email-Adresse kenne).&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 29 Jul 2012 08:03:43 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-29T08:03:43Z</dc:date>
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      <title>Montag, 25. Juli 2011</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2073893/</link>
      <description>Wurde geboren, &amp;auml;lter, Schulen, Arbeitspl&amp;auml;tze, Umz&amp;uuml;ge, das &amp;Uuml;bliche, nichts Originelles, Biografie eben. Beruf, Benchmarks: hier nicht. Hatte schon ein Weblog, als die noch in kleinen finnischen Clubs auftraten, war eine Art Notausgang, unformatiertes Parallelschreiben, das war sehr sch&amp;ouml;n. Dann wurden die kleinen finnischen Clubs gest&amp;uuml;rmt, Stampeden auf der Suche nach dem n&amp;auml;chsten hei&amp;szlig;en Schei&amp;szlig;, Gesch&amp;auml;ftsmodellen, Medienrevolutionen, wei&amp;szlig; Gott was noch alles, das war ein wenig be&amp;auml;ngstigend. Geht aber wieder.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;a href="https://plus.google.com/111575663653067303909/posts"&gt;google+&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.facebook.com/praschl"&gt;facebook&lt;/a&gt; | &lt;a href="https://twitter.com/Rumshpringa"&gt;twitter&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.gramfeed.com/praschl"&gt;instagram&lt;/a&gt; | &lt;a href="https://pinboard.in/u:praschl"&gt;pinboard&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.lastfm.de/user/praschl"&gt;last.fm&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://digitalien.tumblr.com/"&gt;tumblr&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://digitalien.org/"&gt;digitalien.org&lt;/a&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 25 Jul 2011 15:37:00 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2011-07-25T15:37:00Z</dc:date>
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      <title>Impressum</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2131519/</link>
      <description>Peter Praschl&lt;br /&gt;&amp;#10;Chodowieckistra&amp;szlig;e 18/1&lt;br /&gt;&amp;#10;10405 Berlin&lt;br /&gt;&amp;#10;pp [at] digitalien [dot] org&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 29 Jul 2012 08:01:44 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-29T08:01:44Z</dc:date>
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      <title>Dienstag, 24. Juli 2012</title>
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      <description>Ja, vielleicht habe ich es falsch gelesen. Dann bitte ich um Pardon.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jul 2012 18:51:10 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>goncourt</dc:creator>
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      <title>Dienstag, 24. Juli 2012</title>
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      <description>ach, ich fand das ganz freundlich. &amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jul 2012 18:06:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
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      <title>Dienstag, 24. Juli 2012</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2130781/#2131047</link>
      <description>(Meine G&amp;uuml;te, kaum schert ein Text mal ein bisschen aus, rumpelt schon das emp&amp;ouml;rte Kundencenter in den Comments.)&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jul 2012 17:07:30 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>goncourt</dc:creator>
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    <item>
      <title>Dienstag, 24. Juli 2012</title>
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      <description>... und den Gleichgeschlachtlichen deswegen &amp;uuml;ber die Einrichtung einer eingetragenen Lebenspartnaschaft hinaus keine weiteren Konzessionen zu machen sowie den Krativen aufzufordern, endlich den Reellit&amp;auml;ten der Internetepoch ins Auge zu sehen und sich neue Gelderwerbsquellen zu suchen, wie Tshirtverkauf, Welttourneen, Krautfanding und Egomarketing ...&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;praschl goes marahuhujana oder was?&lt;br /&gt;&amp;#10;auf jeden fall erheblich, der aha-effekt des bewusst-nichtorthographischen.&lt;br /&gt;&amp;#10;krautfanding wird uns nat&amp;uuml;rlich bleiben &amp;#8211; vorewer.&amp;#10;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jul 2012 12:57:05 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>fabbione</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-24T12:57:05Z</dc:date>
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      <title>Dienstag, 24. Juli 2012</title>
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      <description>What the f...!&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jul 2012 05:41:46 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Katja-Mareike Dieckmann</dc:creator>
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      <title>71.</title>
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      <description>&lt;img border="0" height="423" width="484" src="/static/vague/images/kristallnacht.jpg" /&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 23 Jul 2012 22:02:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-23T22:02:00Z</dc:date>
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      <title>70. Muss ja.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2130818/</link>
      <description>&amp;amp; die Weltwissenpfleger, die, Robert Kurz und Walter Pichler sind noch nicht kalt, die Wikipediaseiten um die Todesdaten erg&amp;auml;nzen,&amp;nbsp;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 22 Jul 2012 09:59:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-22T09:59:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>69. Don’t get up gentlemen, I’m only passing through.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2130781/</link>
      <description>&amp;amp; dann fiel mir auf, dass ich in diesem Sommer, in dem st&amp;auml;ndig &amp;uuml;ber Kinderschw&amp;auml;nze geredet wird, nun seit 25 Jahren in Deutschland lebe, einem Land, in dem st&amp;auml;ndig Debatten erbrachen,&amp;nbsp;&amp;uuml;ber die Anpassung des Asylrechts, um es vor Asylmissbrauch zu sch&amp;uuml;tzen, &amp;uuml;ber die Anpassung des Sozialsystems, um es vor Sozialhilfebetr&amp;uuml;gern zu sch&amp;uuml;tzen, &amp;uuml;ber die Anpassung des Pazifismus, um Hufeisenpl&amp;auml;ne vereiteln zu k&amp;ouml;nnen, &amp;uuml;ber die &amp;nbsp;Steuerung der Einwanderung zur Vermeidung des Intelligenzverfalls durch T&amp;uuml;rken, &amp;uuml;ber den Schutz der Freiheit, die Betreuung seiner Kinder nicht Kindertagesst&amp;auml;tten &amp;uuml;berlassen zu m&amp;uuml;ssen, &amp;uuml;ber die Anpassung des Sprachgebrauchs an den Umstand, dass der Krieg in Afghanistan ein Krieg ist, &amp;uuml;ber die Notwendigkeit der Sicherung der Seetransporte durch die Bek&amp;auml;mpfung der Piraten am Horn von Afrika auch auf dem Festland, &amp;uuml;ber Sinn und Unsinn des Wiederaufbaus des Berliner Stadtschlosses, &amp;uuml;ber Sinn und Unsinn der Errichtung eines Denkmals f&amp;uuml;r die ermordeten Juden Europas, &amp;uuml;ber die Bek&amp;auml;mpfung des Rassismus durch Lichter- und Menschenketten, &amp;uuml;ber die &amp;Uuml;berstrapazierung der Geduld der B&amp;uuml;rger durch den ungebremsten Zuzug von Ausl&amp;auml;ndern, deren Massierung die Ausl&amp;auml;nderfeindlichkeit erst hervorruft, &amp;uuml;ber die Unschuld eines fr&amp;ouml;hlichen Nationalismus, der sich dem Bed&amp;uuml;rfnis ergibt, bei der Nationalhymne mitzusingen wie Angeh&amp;ouml;rige anderer Natronen auch, &amp;uuml;ber die Notwendigkeit der Renaissance der von den Alt68ern als Sekund&amp;auml;rtugenden verh&amp;ouml;hnten Tugenden, um die Zukunft in einer glabulisierten Welt meistern zu k&amp;ouml;nnen, &amp;uuml;ber den Wert der Dasziplin, die N&amp;ouml;tigkeit, Killerspiele zu &amp;auml;chten, die Erforderung, die Illusionen eines stetigen Lebens in der Welt des Wundels zu begraben und mobil auf die sich verendeten Umst&amp;auml;nde zu reagieren, Lohndisziplin und Ruz&amp;uuml;ckhaltung zu &amp;uuml;ben, um den Standort nicht weiter zu gef&amp;auml;hrden, die muslimische Frau von den Ketten des Kopftuchs zu befreien, von einem falsch verstandenen Radikalfamunismus der Generation Schwarzer endlich Abschied zu nehmen, die Sicherung des grandgesitzlichen Vorzugs der Familie im christlichen Sinn zu verpflachten und den Gleichgeschlachtlichen deswegen &amp;uuml;ber die Einrichtung einer eingetragenen Lebenspartnaschaft hinaus keine weiteren Konzessionen zu machen sowie den Krativen aufzufordern, endlich den Reellit&amp;auml;ten der Internetepoch ins Auge zu sehen und sich neue Gelderwerbsquellen zu suchen, wie Tshirtverkauf, Welttourneen, Krautfanding und Egomarketing.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Zum Beispiel.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;amp; ich dachte: Ist ja'n Ding.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sat, 21 Jul 2012 21:53:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-21T21:53:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>68.</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2129846/</link>
      <description>&lt;img border="0" height="309" width="484" src="/static/vague/images/min.jpg" /&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 13 Jul 2012 20:13:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>praschl</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-13T20:13:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Freitag, 13. Juli 2012</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2129612/#2129799</link>
      <description>und trotzdem. wenn ich mit meinen griechischen verwandten spreche, dann h&amp;ouml;re ich kein gejammere. gerade die alten, sagen, sie h&amp;auml;tten schon schlimmere zeiten erlebt und erinnern sich an die 40'er und 50' er. so zynisch das auch klingen mag (und so wenig sachliche argumente ich aufbringen kann): vielleicht ist die krise tats&amp;auml;chlich eine chance&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 13 Jul 2012 09:23:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Christos Paloubis</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-13T09:23:34Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Freitag, 13. Juli 2012</title>
      <link>http://vague.antville.org/stories/2129612/#2129791</link>
      <description>Gro&amp;szlig;. Danke!&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 13 Jul 2012 07:56:28 GMT</pubDate>
      <guid>http://vague.antville.org/stories/2129612/#2129791</guid>
      <dc:creator>MichPant</dc:creator>
      <dc:date>2012-07-13T07:56:28Z</dc:date>
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